Archive for ‘gedanken’

Dezember 31, 2012

2012 – so war es und vielen Dank dafür!

Die WordPress.com-Statistik-Elfen fertigten einen Jahresbericht dieses Blogs für das Jahr 2012 an.

Hier ist ein Auszug:

600 Personen haben 2012 den Gipfel des Mount Everest erreicht. Dieser Blog hat 2012 über 7.000 Aufrufe bekommen. Hätte jede Person, die den Gipfel des Mount Everest erreicht hat, diesen Blog aufgerufen, würde es 12 Jahre dauern, um so viele Aufrufe zu erhalten.

Klicke hier um den vollständigen Bericht zu sehen.

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Oktober 16, 2012

Im Endeffekt bist du allein…

Machen wir uns nix vor. Bei allen sportlichen Ambitionen ist man immer allein. Denn so toll es auch klingt mit einem Trainingspartner zu trainieren, so schön es auch ist nicht alleine Laufen zu gehen. Wir tun es IMMER allein.

Ich für meinen Teil bin mir immernoch maximal unsicher was ich jetzt nun bevorzuge. Es ist wahnsinnig toll mit der Frau meines Herzens an meiner Seite laufen zu gehen. Wir können uns toll unterhalten, wir können uns anfeuern, neue Strecken entdecken und es ist eben einfach nicht so langweilig. Auf der anderen Seite ist sie erheblich härter darin Kilometer zu fressen und mal so richtig an der Temposchraube zu drehen und ich bekomme Gewissensbisse wenn ich mal wieder nicht so aus dem Quark komme, weniger motiviert bin und sie dann ggf. runterziehe oder eben nicht so pushen kann wie sie es eigentlich verdient hätte…. schweirig.

Andererseits sind da diese Läufe alleine. Gerade jetzt wo mich scheinbar ein Anfall von Herbstblues ereilt. Der dunkele Wald, einsame Wege, ein bisschen Musik in den Ohren. Das hat ab und an etwas sehr meditatives, erlaubt es mir meine Gedanken völlig wild durch die Gegend baumeln zu lassen (ja noch wilder als sonst!). Und bringt mich eben auf Ideen wie diesen Beitrag.

Denn wie eingangs gesagt. Im Endeffekt ist man allein. Denn nur ich selbst bin in der Lage die Füße voreinander zu setzen, sich bei jedem Schritt neu abzudrücken Tempo aufzubauen, zu halten oder zu verlangsamen. Nur ich selbst kann darüber entscheiden wie lange oder wie weit ich laufen will. Ich selbst entscheide darüber wie lange mein Körper das aushalten soll. Und es ist total egal ob ich alleine laufe oder zu weit, in einer Gruppe oder eben nicht. Und genau so ist es mit allein Aktivitäten. Ein Trainingspartner kann mich anbrüllen, kann mit Tipps geben. Aber er wird mir die Arbeit nicht abnehmen eine Langhantel von meiner Brust weg zu drücken, er wird mir nicht die Arbeit nehmen meinen (wie ich finde viel zu) schlappen Körper an einer Klimmzugstange nach oben zu wuchten und er wird mich nicht schieben wenn ich, welche Strecke auch immer auf dem Rad zurücklegen will.

 

Und das ist gut so!

Denn so gerne ich mich zurücklehne, so gerne ich abschalte. Nur ich selbst kann dafür Sorgen, dass ich besser aussehe, dass ich schlanker werde, Muskeln zulege oder mein Herz-Kreislauf-System in Schwung bringen. Das ist ein Job den mir niemand abnimmt. Und je eher dieser Erkenntnisprozess wirklich in meinem, in deinem in unser aller Köpfen angekommen ist, umso eher erreicht man seine Ziele. Je eher schwingt man den Arsch von der Couch und rennt bei Mistwetter durch den Wald, hustet, spuckt und Flucht über den Scheiss den man sich da mal wieder antut. Aber keiner nimmt einem das Gefühl etwas tolles geleistet zu haben, keiner nimmt einem das geile Gefühl einer heissen Dusche danach und keiner nimmt einem den innerlichen Triumph wenn man merkt, dass es erheblich mehr Bock macht im Treppenhaus einen Schritt schneller zu gehen als zu der Zeit in der man solche Aktionen nicht regelmässig gebracht hat…

 

 

 

 

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Februar 20, 2012

Ich will nicht nach Berlin!

Die Jungs von Kraftclub haben mich ganz tierisch feiern lassen. Und zwar einen Tag nachdem wir ein Wochenende bei meinem besten Kumpel und seiner Freundin in der Hauptstadt verbracht hatte.

Meine Fresse war ich angestrengt! Es fing im Prinzip schon damit an, dass wir auf dem Hinweg, abends um 20.30Uhr im Stau standen. Mitten in der Stadt! Ich glaube ich muss kurz ausholen. Ich stamme aus einer kleinen Stadt im Großraum Dortmund, bin also ein Ruhrpottkind. Ich arbeite auch immernoch dort. Nicht in meiner kleinen Geburtsstadt sondern in einer anderen nicht zu großen Stadt im Ruhrgebiet. Darauf aufbauend kenne ich viele Städte, ich kennen große Städte, ich kenne kleine Städte, ich kenne Städte in denen der Schützenverein ganz oben in der Prioritätsliste steht und ich kenne Städte in denen Clubhopping der Spitzenreiter ist. Ich bin viel rumgekommen, ich habe Tage bis Wochen in unterschiedlichen Bereichen Deutschlands verbracht, ich bin viel gereist seit Kindheit an (Vielen Dank an meine Eltern). Halte mich also für  nicht komplett Weltfremd und für nicht komplett horizontbegrenzt.

Was allerdings in dieser Berlinsache so abgeht ist einfach nur… Anarchie! Denn da geht es zu wie in einem Bienenstock und zwar 24Std am Tag, 7 Tage die Woche 365 (teilweise sogar 366) Tage im Jahr! Und das ist sicher nicht nur verkehrt, keine Frage! Eine riesige Stadt, Unmengen an Menschen, Häusern, Autos… Wahnsinn! Und alle sind sie irgendwie freaky auf ihre Art und Weise. Alle sind sie irgendwie freibleibend, man kann in Berlin im großen und ganzen tun und lassen was man will, man kann in Jogginghose mit einem Hut aus Rasen und einer Jacke aus rosa Hasenfell durch die Stadt laufen ohne, dass man groß auffällt. Andererseits ist mir dabei klar geworden wie allein man ist. Mir sind unglaublich viele Menschen aufgefallen die ganz offensichtlich krank waren, Menschen die ganz offensichtlich Suchtkrank sind, viele Menschen an deren Pupillenbewegungen selbst medizinisch nicht vorbelastete Menschen erkennen müssen, dass man es mit einem psychisch kranken Menschen zu tun hat.

„in the belly of a Whale“ ist eine Dokumentation über Berlin und seine Kunstszene. Wirklich gut gemacht! Zumal dort endlich mal wieder die Punkte angesprochen werden die mich an dieser „Modeerscheinung“ Berlin so stören. Denn ich persönlich bekomme den totalen Brechreiz wenn ich dieses „irgendwann muss ich ja mal in Berlin leben“ höre. Denn auf die Frage „Warum Berlin“ höre ich jedes mal das selbe blablabla:

„ich will keinen nine2five job“, „ich will was kreatives machen“, „nur da kann man was neues machen“, „da kann ich sein wie ich will“, „da sind alle kreativen“… aha! Okay! Du willst also kreativ sein? Keinen geregelten Job und du selbst sein? Und was willst du so machen? Malst du? Zeichnest du? Malst du Graffitis? Machst du Musik? Haust du Skulpturen in Stein? Töpferst du? „neee ich wollt mich da mal inspirieren lassen, vielleicht mache ich einen Blog, so mit fashion und Lifestyle…mach so Fotos rein und so…“ Achso, klar. Das ist was neues, kreatives,… macht ja noch keiner. Und womit? „Ja mit nem MacBook macht man das doch.“ Aha?! Geht nur mit nem MacBook? „Jaa weisste die machen das alle so da, kann man auch im Café sitzen und von da aus was machen“ Und Domain, Webspace, CMS schon geklärt? „????“ ja mit welchem System willst du arbeiten? „Ja mit dem Mac System“ *gnarrrrr*….

So oder so ähnlich gehen diese Gespräche vor sich. An dieser Stelle sei gesagt. Ich wünsche jedem Menschen auf dieser Welt (von einigen die mich persönlich sehr verärgert haben mal abgesehen) alles Glück und viel Erfolg, Gesundheit und ein erfülltes Leben! Aber ich möchte kurz einige Dinge anführen über die man vielleicht nachgedacht haben sollte. Eingangs erwähnter bester Kumpel ist nach erfolgtem Studium der Landschaftsarchitektur nach Berlin gezogen, motiviert unter anderem durch seine Freundin die in Berlin studiert. Unter anderem ist er zwischenzeitlich jeden Morgen, ja größtenteils auch an den Wochenenden, 1,5 Stunden zur Arbeit gefahren, mit der U-Bahn, mit 6x umsteigen, Arbeitsbeginn morgens 8Uhr. Partyfaktor daran: 0,0%, zugegeben die Wohnung ist wirklich richtig nett. Allerdings hat es vorher 3 Monate WG Leben in einem Raum mit der Freundin gebraucht um 87 Wohnungen zu besichtigen. Autofahren in Berlin kann man eigentlich komplett vergessen, ein Gedanken von dem man sich direkt verabschieden kann. 10 Minuten Abends zur Party fahren, so wie ich es aus Dortmund kannte. Abhaken. Es gibt unglaublich viele geile Partylocations in Berlin, allerdings ist Berlin nicht Dortmund. Berlin ist riesig und dementsprechend riesig sind die Wege. Das reicht an Fakten meiner Meinung nach.

Was ich sagen will: Ich will nicht nach Berlin! Denn ich bin der Meinung, dass es nur weiter vorwärts gehen kann in Sachen Lifestyle, in Sachen Kunst, egal welcher Art, sei es Graffiti, Musik, Fotografie, Bildhauerei wenn es Menschen gibt die sich trauen ihr Ding zu machen und zwar da wo sie sind. Da wo sie Leben. Egal ob sie da Leben wo sie geboren sind oder da wo das Leben sie hingezogen hat. Ich für meinen Teil habe im letzten Jahr meinen Ruhrpott verlassen und bin dem ruf des Herzens nach Hannover gefolgt. Ob wir für den Rest unseres Lebens hier leben… keine Ahnung. Mag sein, dass es klappt, mag sein, dass es uns noch ganz woanders hinzieht… da gibt es einfach Faktoren wie den Job zum Beispiel. Was allerdings jetzt schon klar ist ist, dass es 1) nicht Berlin sein wird und 2) der Wohnort einfach nicht entscheidend sein kann wenn es darum geht sich selbst zu sehen, sich selbst zu definieren und vor allem nicht entscheidend sein kann wenn es darum geht in welcher Form man sich kreativ ausleben kann. Denn wie ihr hier alle seht, bin ich durchaus in der Lage mit meinem MacBook einen Blog zu machen in dem es um Lifestyle, um Streetart und anderen Hipsterschiggmiggi geht. Ohne in Berlin zu leben! 😉

Vielen Dank dafür, dass ihr euch mein geschnodder hier antut! Viel Erfolg allen Nachwuchshipstern und creative Heads die sich am liebsten nicht durch einen etablierten Namen Beschreiben lassen. Viel Erfolg allen zukünftigen Berliner Bürgern. Und vor allem allen denjenigen die es schaffen sie selbst zu sein. Züge zu bemalen und fette Beats zu machen obwohl sie aus Per-Erkenschwick, Holzwickede, Schwerte, Böblingen, Hooksiel oder Heiligenhafen kommen!

Achja…

In The Belly Of A Whale – Doku:

Kraftclub – Ich will nicht nach Berlin!

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Januar 24, 2012

Die Sache mit den Handies

Ich bin es ja irgendwie Leid. Spätestens seit ich mir einen Garmin Forerunner zugelegt habe ist es einfach nicht mehr notwendig mein iPhone zum Laufen mitzunehmen. Denn machen wir uns nix vor; es ist groß, es ist schwer und zugegeben ich habe ja schon auch immer ein bisschen Angst, dass ihm was passiert. Angst, dass es zu nass wird weil es mal wieder regnet, es in der Tasche zu nass wird weil ich schwitze oder aber es mir im Sommer aus einer der kleinen Hosentaschen fällt.

Also habe ich mein altes Sony Ericsson w810i reaktiviert, hab noch ne SIM Karte die mich nix kostet also kann ich das mitnehmen.

Warum unbedingt ein Handy dabei haben? Tja da kann ich nicht aus meiner Haut, mag auch ein Job Problem sein, aber ich will in der Lage sein wenn es notwendig ist einen Notruf absetzten zu können und zwar auch wenn ich am Ihme- oder Leineufer laufe, wenn Frau ❤ und ich mitten im Wald oder irgendwo in den Feldern sind, wenn einer von uns sich auf die Backe gelegt hat oder wir auf jemanden treffen dem ähnliches passiert ist. Handies retten Leben! Ich erlebe das jeden Tag.

Zum Kern der Sache:

Kennt ihr das Gefühl wie geil es ist ein gutes altes Handy in der Hand zu haben? Eins von denen das ihr 2 Jahre eures Lebens immer dabei hattet. Es waren ja eigentlich immer nur 2 Jahre, weil dann die nächste Vertragsverlängerung anstand und man ein neues tolleres Handy bekommen hat. Aber man nimmt dieses Handy heute in die Hand und kann es eigentlich immer noch fast blind bedienen. Und das mit nur einer Hand! Das w810i kann ich mit meinen großen Männerhänden oder in der Handfläche verschwinden lassen. Man weiss auf welche Taste man tippt ohne hinzuschauen und es passt in fast ausnahmslos jede Hosentasche ohne zu stören, ohne schwer zu sein. Man hat es auch einfach eingesteckt nur das Handy, keine Hülle, kein Bumper, kein Ladegerät dabei gehabt wenn man zur Arbeit gefahren ist sondern einfach nur das Handy. Konnte damit Musik hören und Fotos machen. Für das w810i gab es sogar schon einen GoogleMail Client, man konnte also damit auch schon E-Mails verschicken. Und es gab eine online Sync Möglichkeit die alle Daten komplett online sicherte und Kontakte auch auf Wunsch mit dem Google Calendar abgeglichen hat. Im Prinzip also schon sehr smart.

Manchmal vermisse ich solche Handies. Ich liebe mein iPhone, genau wie ich vorher fürchterlich auf meinen Blackberry Bold abgefahren bin. Ich finde es geil was man alles mit diesen Dingern machen kann, die Fotos sind geil, es gibt unzählige tolle Apps um eben jene Fotos direkt zu bearbeiten, quer durch die Weltgeschichte zu schicken. Videos machen, Videos direkt während des Aufnehmens mit Filtern zu versehen. Facebook, Twitter, tumblr, instagram, ja sogar WordPress, läuft alles auf dem Handy mit. Wahnsinn! Nachteil ist allerdings, ohne Ladegerät geht man ja fast schon nicht mehr aus dem Haus und ohne Internetverbindung macht es keinen Spaß.
Von daher ist der Gedanke immer mal wieder da diesen ganzen Smartphone Kram in die Ecke zu schmeissen und einfach „offline“ durch die Weltgeschichte zu wandeln ohne darüber nachzudenken ob man gerade irgendwo einchecken will. Ohne zu überlegen ob man jetzt gerade ein #projekt366 Foto machen, oder direkt bloggen will. Ohne in der Kassenschlange im Supermarkt zu checken was gerade bei facebook passiert ist…
Wenn ich allerdings mal ganz ehrlich bin macht es einfach viel zu viel Spass 🙂

Januar 19, 2012

#project366 /7 – gute Freunde –

Es ist wieder einer dieser Abende..
Einer von denen die ich aus dienstlichen Gründen weder auf der Dienststelle, noch Zuhause sondern in meiner speziellen Business Unterkunft dem Hotel Mama verbringe.
So sehr ich diese Abende doch verabscheue, so haben sie einen besonderen Vorteil. Ich habe nämlich die Möglochkeit einfach und unkompliziert meine Freunde aus dem Ruhrpott spontan nach dem Dienst zu treffen.
Und da musste ich heute Abend feststellen wieviel wahres sich doch hinter „wahre Freunde kann niemand trennen“ verbirgt. Denn richtige echte Freunde sind, mal abgesehen davon, dass sie unglaublich rar gesäht sind einfach unfassbar wertvoll.
Echte Freunde kann man auch ein Jahr lang nicht sehen und wenn man sich dann wieder trifft ist alles sofort entspannt und vertraut.
Das heutige Bild des Tages gilt dementsprechend einer besondere. Langjährigen guten Freundin. Ein Mensch mit dem ich mich auch aufgrund von… Ja Fremdeinwirkung mehrere Jahre entzweit hatte und bei der ich mich immer wieder freue, dass diese Freundschaft wohl doch echt was abkann. Ein Mensch der lustig und unterhaltsam ist, jemand mit dem man stundenlang sowohl Blödsinn als auch ernsthafte Themen bequatschen kann. Und vor allem, ist mir heute wieder aufgefallen… Ein Mensch der vor allem ehrlich ist, manchmal schonungslos ehrlich und immer ECHT. Es gibt wenige Menschen die noch in der Lage sid sich für andere Menschen zu freuen und ihnen ihr Leben zu gönnen wie es ist.
Danke dafür!

Genug der Worte.
Wir waren halt was essen… Also das nächste Essensfoto 🙂

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